Wittgensteinpreis TrägerInnen Club
Wittgenstein-Preisträger 2012: Thomas A. Henzinger, Präsident des IST Austria.
Wittgenstein-Preisträger 2012: Niyazi Serdar Sariçiftçi, Professor für Physikalische Chemie an der Johannes Kepler Universität Linz.
Seit 1996 wird jährlich vom Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur der Wittgensteinpreis an ForscherInnen vergeben, die durch eine internationale Jury für ihre herausragenden Leistungen ausgesucht werden. Inzwischen gibt es 29 PreisträgerInnen aus allen Wissenschaftsdisziplinen, von Sprachwissenschaften über Mathematik bis zur Physik. Als Gegenleistung zur grosszügigen Unterstüzung durch die öffentliche Hand wollen die PreisträgerInnen ihre Expertisen zum Wohle der Wissenschaft zur Verfügung stellen. Zu diesem Zweck haben sich die WittgensteinpreisträgerInnen zu einem Club konstituiert. Ziel dieses Klubs ist es als Verbindungsglied zwischen Wissenschaft, Politik, Öffentlichkeit und Medien zu aktuellen Themen aus Forschung und Wissenschaftspolitik Stellung zu nehmen. Insbesondere sind dem Klub Themen zur Förderung von Exzellenz, des wissenschaftlichen Nachwuchses, zur Reform der Universitäten und der Akademie der Wissenschaften, als auch der Forschungsförderinstrumente, wichtig.
Die PreisträgerInnen verfügen über ein weites Spektrum an Erfahrungen in verschiedenen Forschungsinstitutionen aus diversen Ländern und Wissenschaftskulturen. Diese Erfahrungen sollen und können wichtige Impulse zur notwendigen Neugestaltung der österreichischen Forschungslandschaft und seiner Institutionen geben. Aufgrund dieser breiten Erfahrung und des reichen Wissens kann der Club eine Vermittlungsfunktion zwischen Wissenschaft und Gesellschaft ausüben.
Folgende Themen werden wir in naher Zukunft diskutieren:
Ausbau der vorhandenen Exzellenz an den österreichischen Universitäten.
Die Verteilung der vorhandenen Ressourcen muss auf Leistung und Transparenz basieren.
Forschungsförderung soll auf der Grundlage von Qualität und Qualifikation gemäss internationaler Standards passieren.
Um dem Nachwuchs eine Chance zu geben, sollen sich mittels Junior Professuren junge unabhängige WissenschaftlerInnen etablieren können.
Es müssen neue Möglichkeiten geschaffen werden, um im Wissenschaftsbetrieb die Anzahl an weiblichen Führungspersönlichkeiten zu erhöhen.
Förderung der Sozial- und Geisteswissenschaften neben den technischen und naturwissenschaftlichen Disziplinen. Damit einhergehend die Förderung der Kommunikation zwischen Sozial-, Geistes- und Naturwissenschaften.
Bildung einer "Jungen Akademie". Im Gegensatz zur bisherigen Akademie, sollen die Mitglieder aussschliesslich auf der Grundlage von international anerkannten Erfolgen und durch ein internatioanales Evaluationsverfahren ernannt werden.